Gebäude Kolping Kolleg wird neu gebaut

Badische Zeitung: Die Erzdiözese Freiburg investiert 32 Millionen Euro in einen Bildungscampus 

Badische Zeitung: Von Joachim Röderer & Jelka Louisa Beule So, 10. Dezember 2023 (Auszug)
 
Die Erzdiözese Freiburg investiert 32 Millionen Euro in einen Bildungscampus 
 
Das Kolping-Kolleg an der Hildastraße in der Wiehre wird abgerissen und neu gebaut. Die Erzdiözese Freiburg investiert 32 Millionen Euro in einen neuen Bildungscampus. (...)
1971 ist das Kolping-Kolleg gegründet worden. Derzeit besuchen rund 100 Schülerinnen und Schüler das Kolleg, um hier in Vollzeit auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur, die Fachhochschulreife oder den Realschulabschluss zu erwerben. 1975 wurde das heutige Gebäude an 
der Hildastraße in der Wiehre bezogen. Das Gebäude wird nun abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Insgesamt investiert die Erzdiözese Freiburg als Träger des Kollegs rund 32 Millionen Euro in den neuen Bildungscampus am Standort in der Wiehre, berichtet Linus Becherer, Leiter der Hauptabteilung Immobilien und Baumanagement im Erzbischöichen Ordinariat. In den Neubau einziehen soll neben dem Kolleg später auch das Bildungswerk der Erzdiözese, das derzeit noch am Komturplatz untergebracht ist. 
 
Plan: Moderner Neubau 
"Wir haben insgesamt in einer Machbarkeitsstudie acht Varianten untersucht", sagt Abteilungsleiter Becherer zur Vorgeschichte des Großprojekts. Am Ende el die Entscheidung für Abriss und Neubau. Das Gebäude sei in keinem guten Zustand mehr – sowohl bauphysikalisch als auch energetisch.Hinzu kommen erhebliche Brandschutzauagen. Die zehn Klassenzimmer verteilten sich auf fünf niedrige Geschosse. Die Fachräume für Physik, Chemie und Biologie entsprächen nicht mehr den heutigen Anforderungen. 
Geplant hat den Neubau das Architekturbüro Geis und Brantner. Herausfordernd ist die Lage mitten im Wohngebiet in der Wiehre. Mit dem Bürgerverein sei man in gutem Austausch, so Becherer. Das vierstöckige Gebäude soll im Efzienzhausstandard (früher Kfw 40) errichtet werden. Die Wärmeversorgung erfolge über Nahwärme und Pelletheizung. Es wird ein begrüntes Dach geben und eine Green City Wall – eine begrünte Außenwand. Geplant ist auch eine Cafeteria. Baubeginn soll 2025 sein, so Becherer. Über den Neubau freut sich auch Susanne Orth, Leiterin der Hauptabteilung Bildung im Ordinariat: "Wir wollen eine Schule, die den heutigen Standards entspricht", sagt sie. 
 
Mit der Architektur des geplanten Neubaus hat sich am Donnerstag der Gestaltungsbeirat beschäftigt – er hatte noch einige Verbesserungsvorschläge. Der Gebäudekomplex entspreche zu wenig dem "Wiehretypus", meinte das externe Gremium. Genau wie in der Umgebung üblich, müsse auch bei dem Neubau die Ecke des Gebäudes besonders betont werden. "Das ist nicht irgendeine Ecke", sagte auch Stadtplanungsamtschef Roland Jerusalem. Sowohl von der Hilda- als auch von der Talstraße gebe es lange Sichtbeziehungen auf das neue Gebäude. Der Gestaltungsbeirat schlug vor, den jetzt als Viergeschosser geplanten Neubau an der Ecke um eine Etage aufzustocken. Auch der Eingangsbereich solle näher an die Straßenkreuzung rücken. Außerdem müsse das Erdgeschoss höher sein als die übrigen Etagen- Auch dies sei typisch für die Wiehre. (...)